◥ digital voraus #1: Matchplan statt Bambini-Fußball. KI jetzt in Deinen Prozessen.
Ausgabe 1
Hallo und herzlich willkommen! 😊
Du liest die erste Ausgabe von ◥ digital voraus. Das Versprechen an Dich steckt schon im Untertitel: einmal im Monat konkrete Impulse für mehr Leads & Sales, bessere Websites und digitales Wachstum. Kurz, ehrlich, umsetzbar. Eine Handvoll Themen, die Dich wirklich weiterbringen, mehr nicht, und das mit Absicht.
Heute geht es um die Frage, warum die KI-Experimentierphase vorbei ist (Spanien liefert die Blaupause), woran Du überteuerte AI-Search-Angebote erkennst, bevor Du unterschreibst, und um drei frische Rechtsänderungen rund um Deine Website.
Los geht’s!
◥ Fokus: Matchplan statt Bambini-Fußball
Spanien ist frisch gebackener Weltmeister. Den Titel geholt hat die Kombination: topfitte Spieler auf jeder Position und ein klarer Matchplan für jede Phase des Spiels. Eines allein reicht nicht, das durfte Argentinien mit dem berühmtesten Spieler des Planeten erleben.
Der KI-Einsatz in vielen Unternehmen hat mich in den letzten zwei Jahren dagegen eher an Bambini-Fußball erinnert, immer wieder auch bei uns selbst: Alle rennen begeistert dem Ball hinterher, viel Energie, wenig System. Hier ein ChatGPT-Text, dort ein generiertes Bild, jeder probiert etwas. Das war richtig und wichtig. Aber diese Phase ist vorbei.
2026 trennt sich das Feld: Unternehmen, die KI fest in ihre Prozesse integriert haben (vom Marketing-Content über die Angebotserstellung bis zum Kundenservice), sparen messbar Zeit und gewinnen Qualität. Alle anderen experimentieren weiter, ohne dass etwas hängen bleibt. Was den Unterschied macht? Dieselbe Kombination wie auf dem Platz: ein Team, das die neuen Werkzeuge sicher beherrscht, und ein Matchplan, der die Richtung vorgibt. Welche Prozesse? Welche Verantwortlichkeiten? Welche Leitplanken?
Genau dafür machen wir einen Workshop, wenn Du so willst: ein Trainingslager für Dich / Dein Team. Gemeinsam schauen wir uns die stärksten Best Cases rund um KI und Automatisierung an, mit Fokus auf digitalem Marketing und den angrenzenden Bereichen. Die Agenda halten wir bewusst bis kurz vor dem Termin offen, denn bis November wird sich noch einiges tun, und Du sollst an diesem Tag den aktuellsten Stand bekommen, den es gibt. Was heute schon feststeht: echte Erfahrungswerte aus unseren Projekten, direkte Umsetzungsmöglichkeiten für Dein Unternehmen, viel Raum für offenen Austausch und ein ehrlicher Blick darauf, was Hype ist und was echten Nutzen bringt.
Die Eckdaten:
Wann: Dienstag, 24.11.2026, ganztägig
Wo: vor Ort im Raum Karlsruhe / Heidelberg [genauer Ort folgt]
Für wen: Entscheider:innen und Marketing-Verantwortliche. Du musst kein KI-Profi sein, die ersten Gehversuche solltest Du aber hinter Dir haben.
Kosten: [PREIS]
Teilnahme: für igroup Kunden sowie Family & Friends, sprich: Du oder auf Deine Empfehlung 😊
👉 Die Plätze sind begrenzt. Wenn Du dabei sein möchtest, antworte einfach kurz auf diese Mail mit der Anzahl der Plätze, die wir für Dich reservieren dürfen. Unverbindlich, aber mit Vorrang bei der Vergabe.
◥ Aus unseren Projekten: Relevanz schlägt Masse
Wie sorgst Du dafür, dass jeder Besucher Deiner Website genau das sieht, was für ihn relevant ist? Diese Frage stellt sich jedem Unternehmen, und sie wird umso härter, je mehr Inhalte da sind. Ein frisch gelaunchtes Projekt von uns zeigt sie in Maximalausprägung: Die neue Website der Diözese Rottenburg-Stuttgart bündelt viele tausend Seiten und News, hunderte Veranstaltungen und dutzende Autorinnen und Autoren, die täglich publizieren. Dahinter steht eine Mission, die gerade in Zeiten wie diesen zählt: mehr Menschen erreichen, denen Halt und Orientierung guttun.
Zwei Lösungen daraus: News werden lokalisiert ausgespielt, jeder sieht zuerst, was in seiner Region passiert. Und eine interne Bannerverwaltung gibt Kampagnen zentral steuerbare Sichtbarkeit über den gesamten Auftritt. Zugegeben, beides ist Maßarbeit für dieses Projekt. Die Frage dahinter stellt sich aber auf jeder Website, ob 50 oder 10.000 Seiten: Sehen alle Besucher dasselbe, oder sieht jeder zuerst das, was ihn wirklich betrifft? Wo steigen die Besucher ein? Im Studio kann die Antwort eine gut platzierte Aktions-Kampagne sein, beim Hersteller die passende Produktlinie für die jeweilige Zielgruppe. Das Prinzip bleibt: Zeig weniger, aber das Richtige.
◥ Augen auf: Woran Du seriöse AI-Search-Beratung erkennst
Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity & Co. ist gerade das Thema. Und wo ein heißes Thema ist, sind Angebote nicht weit: Aktuell landen bei vielen Unternehmen ungefragt „GEO-Analysen“ und Maßnahmenpakete im Postfach. Das ist kein Zufall, denn dieses Geschäft ist nahezu perfekt automatisierbar: Prozess einmal bauen, Reports generieren, Mails verschicken, fertig. Und mit Ungewissheit ließ sich schon immer schnelles Geld machen. Wichtig zu wissen: Das Feld ist jung, vieles ist noch experimentell. Das ist völlig okay und gilt für alle, auch für uns. Schwierig wird es vor allem dann, wenn Experimente als garantierte Ergebnisse verkauft werden.
Drei Merkmale, an denen Du seriöse Anbieter erkennst:
Ehrlichkeit über den Reifegrad: Niemand kann Dir heute feste Platzierungen in KI-Antworten garantieren, die Modelle entscheiden das selbst. Wer es trotzdem verspricht, verkauft Hoffnung.
Gesundes Augenmaß beim Umfang: Ein 50-Punkte-Katalog ist mit KI schnell generiert. Wirklich etwas bewegen meist eine Handvoll Basics. Der Rest ist Tuning: Mehr geht immer, fertig ist Tuning nie. Entscheidend ist allein, was Deinem Unternehmen nachweislich etwas bringt.
Echte Analyse statt generiertem Report: Frag nach zwei, drei Erkenntnissen, die nur auf Dein Unternehmen zutreffen. Wenn die Antworten genauso für Deinen Wettbewerber gelten könnten, hast Du einen Massenreport vor Dir.
Im Zweifel: Schick uns das Angebot einfach rüber, wir schauen ehrlich drauf. Und damit das klar ist: Wir setzen solche Maßnahmen selbst gerne um. Es geht schlicht darum, vor der Unterschrift einmal in Ruhe über Sinn, Nutzen und Aufwand zu sprechen.
◥ Kurz & wichtig
Widerrufsbutton ist Pflicht. Kann man auf Deiner Website einen Vertrag abschließen, etwa eine Mitgliedschaft, eine Buchung oder einen Kauf? Dann brauchst Du seit dem 19. Juni 2026 eine gut auffindbare Widerrufsfunktion (§ 356a BGB). Falls der Button bei Dir noch fehlt: Kurze Mail genügt, wir kümmern uns.
Onlinekündigung: Der BGH macht ernst. Wer Abos oder Mitgliedschaften anbietet, muss die Online-Kündigung ohne Umwege erreichbar machen, zu komplizierte Wege hat der Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt. Der Selbsttest dauert wenige Sekunden: Findest Du Deinen eigenen Kündigungsbutton auf Anhieb? Falls nicht, weißt Du, was zu tun ist. 😉
KI-Kennzeichnung ab 2. August 2026. Falls Du KI für Texte, Bilder, Videos oder einen Chatbot nutzt, gelten ab dann die Transparenzpflichten des EU AI Act (Artikel 50). Keine Panik: Wer Texte redaktionell prüft und die Verantwortung übernimmt, muss sie in der Regel nicht kennzeichnen. Eigene Regeln gelten für Chatbots und fotorealistische KI-Bilder & -Videos, im Zweifel sprich uns kurz an.
Das war Ausgabe 1. Wenn Dir das Format gefällt, freue ich mich, wenn Du den Newsletter weiterempfiehlst. Und wenn Dir etwas fehlt: Antworte einfach auf diese Mail, ich lese alles persönlich.
Liebe Grüße aus Bad Schönborn
Nikolai







